Warum "späteren" Byzantinischen Text?

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  • Lieber Oliver,
    selbst mein Sohn wusste nicht wie man die Dateien öffnet.
    Ich wollte den 1.Timotheusbrief öffnen.

    Liebe Grüße
    Manfred

    P.S.
    Lieber Peter,
    danke nochmals für deine Antwort vom 16. August 2014 über die Singularlesarten des Sinaiticus in der Offenbarung.
    Der Herausgeber des griechischen Textes, Baader, hat in den Fußnoten alle diese Lesarten bemerkt mit Angabe, wo was in den anderen Handschriften steht.
    Das nur als Schlussbemerkung.

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  • Lieber Manfred,

    Manfred schrieb:

    Ein ganz übler "Fehler" ist dort Joh 16,9: Der Heilige Geist wird die Welt von Sünde überführen weil sie an mich glauben.

    Autsch, da stimme ich Dir zu, das geht ja gar nicht!

    Zu Deiner Frage bzgl. RP2000, es handelt sich dabei um eine "Vorversion" des RP2005 (s.a. unter byztxt.com/download/, da müsste einiges für Dich bei sein :) ), Maurice Robinson ist seitdem weiter sehr fleißig gewesen.

    Herzliche Grüße,
    Oliver
  • Lieber Oliver, lieber Peter,
    ich habe mich etwas undeutlich ausgedrückt.
    Ich lese und arbeite seit ca. 20 Jahren mit der DaBhaR Übersetzung und habe erst jetzt mitbekommen, dass dort der unkorrigierte Text des Codex Sinaiticus genommen wurde und der Herausgeber - F.H. Baader - hat den Korrektor des Codex nur in der Fußnote in seiner Übersetzung.
    So wie mir nun Peter und auch andere kompente Personen erklärt haben ist der Codex Sinaiticus ein schlechter Text. Ich hatte mich auch schon gewundert, dass in einer Übersetzung nicht ein Text genommen wird, der die Korrekturen miteinbezieht.
    Ein ganz übler "Fehler" ist dort Joh 16,9: Der Heilige Geist wird die Welt von Sünde überführen weil sie an mich glauben.
    Hier ist im Original Sinaiticus das "nicht" über den Text vom Korrektor geschrieben worden und der deutsche Herausgeber, Baader, hat dies so gelassen.

    Ich hoffe, ich habe mich jetzt verständlicher ausgedrückt.
    Herzliche Grüße
    Manfred

    P.S.: Noch eine Nachfrage; Was ist der Byz. Text 2000?

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  • Lieber Manfred,

    wenn ich das richtig überblicke, wurden also zwei voneinander abhängige Schriften dazu verwendet, eine "Belegbarkeit" vorzutäuschen - anders kann ich es nicht nennen - die so eigentlich nicht gegeben ist.

    PStreitenberger schrieb:

    >dessen Korrekturen in der Fusszeile angegeben sind,
    Die Fußzeile wovon ? Meinst du eine gedruckte Ausgabe bzw. wovon reden wir?

    Das würde mich auch sehr interessieren, wäre sicher eine Bereicherung!

    Herzliche Grüße,
    Oliver
  • Lieber Peter,
    vielen Dank für die ausführliche Erklärung.

    Ich habe die Stellen in der Offenbarung alle nachgeschaut, warum der Sinaiticus und der Byz. Text abweichen und habe festgestellt, dass der S* also der erste Korrektor, dessen Korrekturen in der Fusszeile angegeben sind, bis auf eine Ausnahme mit dem A und C und Byz.Text 2005 übereinstimmen.

    Ich werde versuchen, die betreffenden Stellen so zu verändern, dass der Text des S* als Haupttext dasteht und nicht der unkorrigierte Text.

    Vor allem ist Joh.16,9 ein "Logosfehler", wenn die DaBhaR das "nicht" weglässt, das in allen Handschriften steht.
    Auch hier hat der S*, das "nicht" nachträglich in die Handschrift eingetragen, man sieht es auf dem Original sehr deutlich.
    Es ist ja auch klar, dass der heilige Geist von der Sünde überführt, weil sie nicht glauben.
  • Lieber Peter,
    vielen Dank für deine große Mühe.
    Ich habe noch eine Frage zu Rev.1.1 zu der falschen Schreibung von "joanei".
    Es heißt in der Ausgabe des Sinaiticus, dies sei eine andere Schreibweise für "ioane". Als Zeuge wird Blas-Debrunner §55,4 angegeben.
    Z.B. In Matth,11,4 hat der Sinaiticus "ioanne"
    Kann es sich nicht "nur" um eine Schreibvariante handeln?

    Liebe Grüße
    Manfred
    P.S. Gibt es denn irgendwo den Byz.Text. Ich habe bisher den Text 2000 gefunden. Ist dies der richtige?

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  • Lieber Manfred,

    ich kann Peter da nur zustimmen (auch wenn er da in einer anderen Liga spielt wie ich), ich würde ihn nicht verwenden oder gar empfehlen wollen. Vielleicht ist für Dich auch unsere "EINFÜHRUNG IN DIE BYZANTINISCHE TEXTFORM DES GRIECHISCHEN NEUEN TESTAMENTS" interessant, die Du in der Filebase unter "Grundtext-Forschung" findest.

    Der Sinaiticus hat den Vorteil, dass er als Gegenpol zur Bytantinischen Texform verwendet werden kann, dafür muss man aber einige "Stoppschilder" überfahren, die Peter ja auszugsweise anspricht.

    Herzliche Grüße,
    Oliver